Landwirtschaftliche BiomasseZum Hauptinhalt wechseln Vorherige Seite Nächste Seite

Inhaltsverzeichnis

Feste Biomasse
1 Ist diese Anwendung für uns interessant?
2 Einführung
3 Holzheizsysteme
4 Kosten
5 Vorteile
6 Schritt-für-Schritt-Leitfaden
7 Fallstudien
 
Landwirtschaftliche Biomasse
8 Ist diese Anwendung für uns interessant?
9 Einführung
10 Kosten
11 Vorteile
12 Schritt-für-Schritt-Leitfaden
13 Fallstudien
 
 
14 Rechtliche Aspekte und Finanzinstrumente
15 Referenzmaterial

 

Landwirtschaftliche Biomasse: Fallstudien

Haslev KWK-Anlage, Dänemark, verwendet Stroh

Die Haslev KWK-Anlage nutzt Stroh zur Erzeugung von Elektrizität und Wärme und wurde genau dafür gebaut. Die Anlage wird zu 100 % mit Stroh befeuert und verbrennt etwa 27000 Tonnen Stroh im Jahr.

 

ftp://erg.ucd.ie/public/pdfiles/res/case_studies/bm_03.pdf



Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Grenaa, Dänemark

Diese Kraft-Wärme-Kopplungsanlage verfügt über eine Wirbelschichtkesselanlage, einen Dampfturbogenerator und Brennelementsysteme. Der jährliche Brennstoffverbrauch beträgt 69000 Tonnen Stroh und 38000 Tonnen Kohle.

 

http://www.lior-int.com/biomass/biomasscs4.htm



Strohbefeuerte Kesselanlage für Biomasse in Przechlewo, Polen

Die Kesselanlage in Przechlewo ist seit 2001 in Betrieb und ist gegenwärtig eine der größten Biomasse befeuerten Energieerzeugungsanlagen in Polen.

Mit Hilfe der Ekofundusz-Stiftung, der WFOOEiGW (Voivodeship-Fond für Umweltschutz und Wassermanagement) in Gdañsk und der AWRSP (Agentur für landwirtschaftliches Eigentum des staatlichen Schatzamtes) hat die Urzd Gminy (örtliche Behörde) in Przechlewo beschlossen, einen mit Stroh befeuerten Kessel zu konstruieren, der die alte, unwirtschaftliche und umweltschädliche, kohlebefeuerte Kesselanlage ersetzen soll.

Die Netto-Kosten einer Tonne Stroh betragen € 32, und die Kesselanlage verbraucht 2500 Tonnen Stroh pro Jahr.

Biomasse_13.gif

http://www.managenergy.net/products/R422.htm



Strohbefeuerte Heizanlage in Naksov, Dänemark

Im Jahre 1957 wurde eine ölbefeuerte Heizungsanalge im Stadtzentrum von Naksov errichtet, um die Einwohner mit Fernwärme zu versorgen.

Eine Einwohnergesellschaft errichtete die Anlage und war in deren Besitz. Der Bau wurde allerdings durch die Stadtverwaltung unterstützt und die Anlage sofort implementiert. Die Wärmekapazität betrug 20 MW und war aufgeteilt auf vier Kessel.

Biomasse_14.gif

Später, im Jahre 1984, wurden im Westteil der Stadt zwei strohbefeuerte Kessel mit einer Wärmekapazität von 4 und 3 MW gebaut, welche gepresste Stroh-Pellets verbrannten. Nach ungefähr einem Jahr wurde festgestellt, dass es zu teuer war, Pellets zu pressen. Daher hat man die Kessel durch einen Ofen für reine Kohlebefeuerung ersetzt.

Bis jetzt hat die Einwohnergesellschaft nur sehr magere ökonomische Ergebnisse erzielt und war gezwungen, aufzugeben, oder die Produktionskapazitäten an die Stadtverwaltung zu verkaufen. Letzeres wurde getan.

Der Kohleofen wurde duch einen Strohofen (NordFab) mit einer Leistung von 6 MW ersetzt. Hinzu kamen zwei neue Kohleöfen. Im Jahre 1996 wurden diese beiden Kohleöfen ebenfalls ersetzt durch einen weiteren strohbefeuerten Ofen (Vølund). Dieses hatte eine Kapazität von 8 MW. Zusätzlich installierte man einen 20 MW-Kessel (Vølund), der mit Gasöl befeuert wurde.

http://www.managenergy.net/products/R415.htm



Såtenergi AB - 4 MW Stroh-Heizkraftanlage, Schweden

Ein Luftwaffenstützpunkt vor Ort kauft etwa 20 GW/h an Fernwärme an. Der Brennstoff wird durch 40 örtliche Bauernhöfe bereitgestellt, die mit 9 % an Såtenergi AB beteiligt sind.

Die Gesamtinvestitionssumme im Jahre 1993 belief sich auf € 1,4 Millionen. Der jährliche Gewinn wuchs von 75500 Euro im Jahre 1996 auf 198900 Euro 2001. Der dadurch gesunkene Ölverbrauch führte zur Reduzierung der Schwefeldioxid- und Kohlendioxidbelastung.

Da es sich um eine örtliche Brennstoffversorgung handelt, besteht nur geringer Transportbedarf. Die Asche aus dem Verbrennungsvorgang wird den Feldern als Dünger zugeführt.

http://www.managenergy.net/download/nr80.pdf